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Mittwoch29April19:30Nadine Schneider, Elli Unruh: Vom guten Leben und Fischen im TrübenLesungen und Gespräche19:30 Literaturhaus Stuttgart, Breitscheidstraße 4, 70174 Stuttgart Veranstalter: Literaturhaus Stuttgart Kategorie:Literatur | Wort | SpracheFormat:KulTogether vor Ort

Details

Mittwoch, 22. April 2026, 19:30 Uhr | Literaturhaus Stuttgart, Breitscheidstraße 4, 70174 Stuttgart
Eintritt: 14 € /12 € / 7 €. Es stehen Freikarten für Inhabende der Bonuscard+Kultur zur Verfügung.

Im Literaturhaus Stuttgart gibt es das Format der Gelben Blume. Einzelpersonen können sich regulär eine Karte kaufen und mit oder ohne Anmeldung (über info@literaturhaus-stuttgart.de) vor der Veranstaltung an den Tisch mit der gelben Blume kommen, um mit jemandem vom Literaturhaus und anderen Einzelpersonen ins Gespräch zu kommen. Im Anschluss der Lesung ist ein Tisch im Restaurant Roberts, ebenfalls markiert mit einer gelben Blume, reserviert, wo man den Abend bei einem Getränk ausklingen lassen kann, wenn man möchte.

Lesungen und Gespräche
Moderation: Katharina Borchardt
In einem kleinen Dorf bei Nürnberg siedelt die Schriftstellerin Nadine Schneider ihren Roman »Das gute Leben« an. Dort ist Christina aufgewachsen, bei Anni, die Mitte der sechziger Jahre aus Rumänien nach Deutschland floh. Anni, die ihr Kind und ihr Enkelkind Christina alleinerziehend ins Leben begleitete und einst beim Quelle-Versand Pakete packte – verschickt ins Wirtschaftswunderland. Anni, die gegen Einsamkeit, Armut und Fremdsein kämpft. Als sich Christina, längst erwachsen, von ihr und dem Haus verabschieden muss, folgt sie den Erinnerungen an Anni und an Rumänien und erkennt, was sie ihr verdankt: die Freiheit, loszulassen und den Ort zu finden, wo das gute Leben zu Hause ist. Etwas weiter im Osten siedelt die Autorin Elli Unruh ihre Geschichte einer deutschmennonitischen Familie an, die bis Ende der achtziger Jahre in der Sowjetunion, im südlichen Kasachstan, lebte. Sie taucht ein in die Zeit ihrer Vorfahren, Großeltern und Eltern und schildert das Leben von Menschen, die in Traditionen, Religion und eigener Sprache Halt finden. Angereichert durch das Deutsch, das Mennoniten aus Westpreußen nach Russland mitgebracht hatten – das Plautdietsch – breitet sie in ihrem Roman »Fische im Trüben« zugleich eine uns vielfach unbekannte Landschaft mit Apfelplantagen und wilden Flüssen aus. Nadine Schneider, geboren 1990 in Nürnberg, stammt aus einer rumäniendeutschen Familie und lebt in Nürnberg. Elli Unruh, 1987 in Georgijewka (Kasachstan) geboren, wuchs in Süddeutschland auf. Sie lebt in Stuttgart. »Fische im Trüben« ist nominiert für den Leipziger Buchpreis 2026.